„Wo das Wasser keimt“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt, das Malerei, Skulptur, mexikanische Kartonería und digitale Animation miteinander verbindet. Im Zentrum steht eine ungewöhnliche Begegnung: Fisch und Mais verschmelzen zu hybriden Wesen, die Wasser und Erde, Ernährung und Kultur symbolisch zusammenführen.
Die Installation besteht aus sechs kreisförmigen Acrylgemälden und vier dreidimensionalen, handbemalten Skulpturen. Die Kreisform erinnert an die natürlichen Kreisläufe des Lebens. Die Verbindung von aquatischen und pflanzlichen Elementen macht sichtbar, wie eng Ökosysteme und Lebensformen miteinander verbunden sind.
Die Skulpturen entstehen in traditioneller mexikanischer Kartonería-Technik. Dafür werden recycelte Materialien und ein organischer Klebstoff verwendet; die Arbeiten kommen ohne innere Drahtkonstruktion aus. So greift auch der Herstellungsprozess den Gedanken von Transformation und Ressourcenschonung auf.
Sechs Animationen über die Bedeutung des Wassers
Das bestehende Kunstwerk wird durch sechs digitale Videoanimationen erweitert. Sie vermitteln auf zugängliche und visuelle Weise Wissen über Wasser als Grundlage des Lebens. Themen sind unter anderem der Wasserkreislauf, die Verbindung aquatischer und terrestrischer Lebensräume, Wasser und Ernährung sowie die Folgen der Wasserverschmutzung.
Die hybriden Wesen aus Fisch und Mais verbinden dabei künstlerische Fantasie mit ökologischer Wissensvermittlung. Das Projekt richtet sich an Menschen unterschiedlicher Generationen und kultureller Hintergründe und lädt dazu ein, den eigenen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu hinterfragen.
Ein gemeinschaftliches Kunstprojekt
„Wo das Wasser keimt“ wird von fünf Künstlerinnen und Künstlern mit unterschiedlichen Schwerpunkten entwickelt:
- Rubí Juárez – Malerei und bildnerisches Konzept
- Sonia Siblik – dreidimensionale Skulpturen in mexikanischer Kartonería-Technik
- Sofía Cecilia Andretta Juárez – malerische Gestaltung
- Marco Antonio Grajeda – malerische Gestaltung
- Nicte-Ha Gómez Escobar – malerische Gestaltung
Die malerischen und skulpturalen Arbeiten wurden 2026 im Rahmen des internationalen Kunstprojekts HOLA MEXICO! im Museum Lapidarium in Novigrad, Kroatien, präsentiert. Die geplante digitale Erweiterung führt die künstlerische Auseinandersetzung mit Wasser und seiner Bedeutung für das Leben weiter.
Projektinformationen
Werkformen: sechs kreisförmige Acrylgemälde, vier handbemalte Kartonería-Skulpturen und sechs geplante digitale Videoanimationen.
Verein: KÜPÄ – Künstlerische und Pädagogische Projekte mit Rubí Juárez.